
Dass die „Offenen Sonnabende des Geschichtskreises“ auf großes Interesse stoßen, hat sich in Hohen Neuendorf längst herumgesprochen. Am 14. Februar war der „Heimstättenbau im Auftrag der Osram GmbH“ Gegenstand eines Vortrages von Petra Schmidt.
Erst als der letzte Stuhl aus den Büroräumen des Kulturkreises herbeigeschafft worden war, hatten alle Interessierten einen Sitzplatz.
Anhand von Fotos und Zeichnungen erhielten die Besucherinnen und Besucher einen interessanten Einblick in die Planung und den Bau dieses Wohngebietes, das im Volksmund „Osramsiedlung“ genannt wird.
Immer wieder wurde der Vortrag durch Nachfragen und persönliche Ergänzungen heutiger und ehemaliger Bewohnerinnen und Bewohner der Siedlung unterbrochen. Genau so war es gewollt, denn viele Details sind Außenstehenden nicht bekannt.
So wurde auch von den „Dumme-Jungen-Streichen“ der sechziger Jahre berichtet: Einige Jungen nahmen beispielsweise über die schmalen Grenzanlagen hinweg mit Katapulten und Steinen die Gewächshäuser von Bewohnern der Invalidensiedlung unter „Beschuss“ und machten sich über das Gezeter der West-Berliner lustig.
Besonderes Interesse erweckte zudem die Skulptur eines Jungen, der ein Kaninchen füttert. Diese zierte bis in die fünfziger Jahre – bis zu dessen Abriss – den Brunnen auf dem Osramplatz. Verständlicherweise gab es sofort Hinweise und Bitten um eine erneute öffentliche Aufstellung dieser Plastik. Leider fand sich bislang noch kein realistischer Vorschlag, wo und wie sie wieder aufgestellt werden könnte. Gern nehmen wir unter geschichtskreis@kulturkreis-hn.de entsprechende Ideen entgege
Text und Fotos: Klaus-Dieter Hartung

